Werke / past
Linie 6
Sternenstaub sind wir, alle – das sagt die heutige Wissenschaft ebenso wie schon die antiken Philosophen.
Eine lange Geschichte der Evolution hat uns geformt, durch Überlebensstrategien und Auslese, sinnlich und wahrnehmend mit jedem Hinsehen und Herhören. Diesen weiten Weg vom Urknall zu Atomen, Molekülen und Planeten verkürze ich in meinen Bildern auf poetisch-spielerische Weise – fokussiert auf das mir Nahe: willkürlich wähle ich die Tramlinie 6 aus meinem Alltag und bringe sie in direkten Bezug zum gesamten Kosmos.
Mit der Videokamera festgehaltene Eindrücke setze ich in eine „line in/line out"-Malerei um: mal das optische Treiben zu Stillbildern, mal Töne, Geräusche oder Wortwechsel. 1995 arbeitete ich noch im Stil des abstrakten Expressionismus; auch in meiner heutigen, eher figurativen Malerei bleiben die Fragen gleich: Was ist der Ursprung von Energie? Ich meine, es könne einzig wechselwirkende Liebe gewesen sein, die zur Zweiheit und zur Evolution führte – vom Makrokosmos über die Linie 6 bis zum Mikrokosmos meines Pinselstrichs.
- Werkgruppe
- Frühere Werkgruppen
- Werke
- 29
- Technik
- Malerei, Acryl
- Bildträger
- Papier, Kraft-Papier
- Formate
- 70 × 100, 100 × 200, 50 × 70, 100 × 100, 100 × 130 cm
